Charly's Website  
 

 
Welpenzeit
 

 

Zu Hause angekommen sah Charly sich überall um und machte meinen Riesen-Teddybären zu seiner Ersatzmama. Zumindest kuschelte er sich gleich an ihn und hielt ein erstes Schläfchen im neuen Zuhause. Ich dachte zunächst, er würde seine Mutter und Geschwister vermissen, doch anzumerken war ihm nichts. Er entwickelte sich prächtig und als er 3 Monate alt war, sind wir mit ihm zur Welpenschule gegangen. Das gefiel uns dort allerdings nicht so gut und so übten wir alleine mit ihm.

Schnell beherrschte er Kommandos wie "Sitz, Platz, Bleib, Aus, Komm, Steh und noch einige mehr". Ihm macht es sehr viel Spaß zu lernen, auch heute im Alter von 9 Jahren ist er sofort mit Feuer und Flamme dabei, wenn es darum geht, etwas Neues auszuprobieren.

 

 

 

In den ersten Monaten ist besonders mein Mann Siggi viel mit unserem Charly unterwegs gewesen! Meist ging es in den nahe gelegenen Eickenscheidter Busch, wo sie auf Hunde aller Rassen und Größen trafen. Gute Gelegenheit, etwas für Charlys Sozialverhalten zu tun. Er ist verträglich mit Artgenossen, bei Rüden ist es halt eine Sympathiefrage. Seit er einmal von einem Riesenschnauzer arg zugerichtet wurde, benimmt er sich an der Leine großen schwarzen Rüden gegenüber manchmal rüpelhaft. Wir arbeiten jedoch daran, auch das wieder abzustellen! Welpen haben bei ihm Narrenfreiheit und bei Hündinnen mutiert er zu einem Gockel, wie er im Buche steht!

Außer einer Hauterkrankung in seinem 1. Lebensjahr und einer schlimmen Ohrenentzündung war er noch nie ernstlich krank und ist noch immer topfit. Er ist ja auch erst 10 Jahre alt! Verletzungen hatte er natürlich doch schon so einige: in Glasscherben getreten; ein Angelhaken hatte sich in seinem rechten Vorderlauf befunden; Ratscher und Kratzer vom Spielen mit anderen Hunden; am linken Vorderlauf die Kralle halb abgerissen - ja, so ist das, wenn die Jungs toben! Gejammert hat er noch nie; egal, was auch war - er ist immer lieb und freundlich, lässt alles geduldig über sich ergehen!

Zu Hause ist Charly eher ein ruhiger Hund, der bei guter Auslastung auch gerne döst und schmust.

Für sein Leben gerne bekommt er Besuch und jeder Gast wird - immer noch - stürmisch begrüßt.

 

 

Zum Glück kennen ihn nun schon Postzusteller, UPS- und DHL-Leute: so wird seine Begrüßung auch stets freundlich erwidert! Leckerchen möchte er allerdings von niemandem, aber Streicheleinheiten kann es nie genug geben.

Gelten Golden Retriever als "verfressen" ist Charly da wohl die große Ausnahme! Er wollte von Anfang an "zu Tisch gebeten" werden und war nicht nach seinem Geschmack gedeckt, so hat er eben gar nichts gefuttert. Was haben wir nicht alles ausprobiert?? Ich glaube, mittlerweile kenne ich jede gängige Hundefuttersorte. In dieser Anfangsphase mit Hund habe ich etwas angefangen, was ich auch keinem raten würde: Auf unseren Morgenrunden habe ich stets eine Ration Trockenfutter (Marengo) dabei, die er dann unterwegs verspeist! Da ich eigentlich immer nach dem Toben füttere (wegen der möglichen Magendrehung) kann sich somit ein Spaziergang ganz schön lang hinziehen. Ist der Hund dann nämlich vom Spielen müde und das Bäuchlein vom Futtern kugelrund, geht es gern laaaaangsaaaaam nach Hause!!! Mitten in Steele auf dem Kaiser-Otto-Platz legt er sich dann schon einmal gerne hin und macht ein Päuschen! Ist ja auch sehr interessant dort: viele Leute sitzen draußen im Eiscafe und haben ihren Spaß an ihm. Und Aufmerksamkeit und Bewunderung liebt er in solchen Momenten über alle Maße. Das zeigen mir ganz deutlich seine mir wie zufällig zugeworfenen Blicke: "Ich möchte noch ein wenig hier bleiben! Du siehst doch, wie nett die alle hier zu mir sind!" Manchmal lasse ich mich ja auch überzeugen und nehme selber Platz! Zeit für ein Tässchen Kaffee und etwas Wasser für den Hund findet sich dann doch!

Am liebsten spielt er mit seinen Freunden morgens in Essen-Steele an der Ruhr, wo sie frei herumlaufen und toben können. Dazu gehört natürlich auch - zu jeder Jahreszeit - ein Bad! So sind Golden Retriever nun einmal!

Abends bekommt er dann noch eine zweite Mahlzeit Feuchtfutter, die er nach gründlicher Inspektion entweder futtert oder ignoriert.

Soviel zu Retriever sind "verfressen"!!

Übrigens, Angst vor Hunden habe ich schon längst keine mehr! Charly ist also auch so etwas Ähnliches wie ein Therapiehund... und ist er auch kein Golden Retriever von einem im VDH eingetragenen Züchter - für kein Geld der Welt würden wir ihn eintauschen!!! Trotzdem raten wir allen, sich vor dem Welpenkauf einen seriösen Züchter über den VDH auszusuchen oder einen Hund über den Tierschutz zu sich zu nehmen. Wie wir erfahren haben, ist das Gestüt sehr ins Gerede gekommen! Wir können nun nichts Konkretes dazu sagen, es liegt ja auch schon lange zurück und damals war wohl noch alles anders. Einen ganz anderen Erfahrungsbericht als unseren kann man jedoch hier nachlesen.

Oft habe ich schon von anderen Hundehaltern gehört: "Einmal einen Hund, immer wieder einen Hund!"

Dem stimme ich zu, möchte aber noch ein wenig weitergehen und - für mich - behaupten:

"Einmal einen Golden Retriever, immer wieder einen Goldie!!!"

 

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  http://charly.sylvi.biz © Sylvia Hinz März 2008