Zu Hause angekommen sah Charly sich überall um und machte meinen Riesen-Teddybären zu seiner Ersatzmama. Zumindest kuschelte er sich gleich an ihn und hielt ein erstes Schläfchen im neuen Zuhause. Ich dachte zunächst, er würde seine Mutter und Geschwister vermissen, doch anzumerken war ihm nichts.

Er entwickelte sich prächtig und als er 3 Monate alt war, sind wir mit ihm zur Welpenschule gegangen.

Das gefiel uns dort allerdings nicht so gut und so übten wir alleine mit ihm.

Schnell beherrschte er Kommandos wie "Sitz, Platz, Bleib, Aus, Komm, Steh und noch einige mehr". Ihm macht es sehr viel Spaß zu lernen, auch heute im Alter von 9 Jahren ist er sofort mit Feuer und Flamme dabei, wenn es darum geht, etwas Neues auszuprobieren.

In den ersten Monaten ist besonders mein Mann Siggi viel mit unserem Charly unterwegs gewesen! Meist ging es in den nahe gelegenen Eickenscheidter Busch, wo sie auf Hunde aller Rassen und Größen trafen. Gute Gelegenheit, etwas für Charlys Sozialverhalten zu tun. Er ist verträglich mit Artgenossen, bei Rüden ist es halt eine Sympathiefrage. Seit er einmal von einem Riesenschnauzer arg zugerichtet wurde, benimmt er sich an der Leine großen schwarzen Rüden gegenüber manchmal rüpelhaft. Wir arbeiten jedoch daran, auch das wieder abzustellen! Welpen haben bei ihm Narrenfreiheit und bei Hündinnen mutiert er zu einem Gockel, wie er im Buche steht!

Außer einer Hauterkrankung in seinem 1. Lebensjahr und einer schlimmen Ohrenentzündung war er noch nie ernstlich krank und immer topfit. Verletzungen hatte er natürlich doch schon so einige: in Glasscherben getreten; ein Angelhaken hatte sich in seinem rechten Vorderlauf befunden; Ratscher und Kratzer vom Spielen mit anderen Hunden; am linken Vorderlauf die Kralle halb abgerissen - ja, so ist das, wenn die Jungs toben! Gejammert hat er noch nie; egal, was auch war - er ist immer lieb und freundlich, lässt alles geduldig über sich ergehen!

Leider wurde es am 18. November 2008 erforderlich, ihn kastrieren zu lassen! Ein Hoden hatte sich drastisch tumorös verändert! Was für ein Schreck und eine Angst.

Aber Charly überstand die Kastration und damit verbundene Narkose und es ging ihm wieder richtig gut.

Natürlich machte sich nun doch auch sein Alter bemerkbar und er ließ gerne alles etwas ruhiger angehen. Manchmal fiel ihm das Aufstehen schwer, manchmal sprang er aber doch noch über kleine Hindernisse - je nach Tagesform.

Für sein Leben gerne bekam er Besuch und jeder Gast wurde herzlich und stürmisch von ihm begrüßt.

 

 

 

 

 

 

 


 

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http://charly.sylvi.biz © Sylvia Hinz November 2009